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Mesenchymale Zellen/PRP/CGF (Wachstumsfaktorkonzentrat) in der Urologie

Mesenchymale Zellen/PRP/CGF (Wachstumsfaktorkonzentrat) in der Urologie

Regenerative Verfahren – plättchenreiches Plasma (PRP), Wachstumsfaktorkonzentrat (CGF) und mesenchymale Stromazellen aus dem eigenen Fettgewebe des Patienten – werden in der Urologie zunehmend erforscht. Die Idee: mit körpereigenen biologischen Substanzen Entzündungen zu verringern und die Geweberegeneration anzuregen. Im Folgenden, wo diese Verfahren erprobt werden und was heute darüber bekannt ist.

Chronische nichtbakterielle Prostatitis / chronisches Beckenschmerzsyndrom

Dabei werden entzündungshemmende PRP/CGF-Bestandteile aus dem Blut des Patienten allein oder zusammen mit mesenchymalen Zellen aus dem Unterhautfettgewebe in die Prostata injiziert – unter Bildgebungskontrolle.

Man nimmt an, dass diese Bestandteile immunmodulierende Stoffe und Wachstumsfaktoren freisetzen, Entzündungen verringern und die Zellregeneration unterstützen. Das Verfahren befindet sich jedoch noch in der Erprobung: Hochwertige Daten zur Wirksamkeit gibt es bisher kaum. Zur Standardbehandlung gehören Medikamente, Beckenbodenphysiotherapie, Stoßwellentherapie und Schmerztherapie.

Harn- und Stuhlinkontinenz bei Frauen und Männern

Mesenchymale Zellen aus dem Fettgewebe des Patienten werden mit Wachstumsfaktorkonzentrat (CGF) aus seinem Blut gemischt; aus diesen Bestandteilen entsteht ein Gel, das unter Bildgebungskontrolle in den geschwächten Schließmuskel und das umliegende Gewebe injiziert wird.

Das Gel wirkt als Füllsubstanz, die beim Halten des Urins hilft; nach experimentellen Arbeiten können die Zellen zur Regeneration der Muskelfasern des Schließmuskels beitragen. Ein ähnlicher Ansatz wird bei Stuhlinkontinenz untersucht.

Erste klinische Studien zur Zelltherapie bei Harninkontinenz zeigen ermutigende Ergebnisse, die Wirkung ist aber individuell unterschiedlich, und für eine breite Anwendung sind größere Studien nötig. Bewährte Behandlungen der Inkontinenz sind Beckenbodentraining, Medikamente, Schlingenoperationen und der künstliche Schließmuskel.

Regenerative Verfahren sind nicht für jeden geeignet und sollten nach einer Untersuchung vom Urologen in einem spezialisierten Zentrum angewendet werden. Wir vermitteln eine Beratung bei führenden Urologen in Deutschland, um die optimale – standardmäßige oder innovative – Behandlung zu wählen.

Häufige Fragen

Hilft PRP bei Prostatitis?
Es gibt erste ermutigende Daten, aber noch keine großen hochwertigen Studien. PRP bei chronischer Prostatitis ist ein experimentelles Verfahren, das erwogen wird, wenn die Standardbehandlung nicht geholfen hat.
Lässt sich Harninkontinenz mit Stammzellen heilen?
Die Zelltherapie der Inkontinenz wird in klinischen Studien untersucht und verbessert bei einem Teil der Patienten die Kontinenz. Standard bleiben jedoch Beckenbodentraining, Medikamente und Operationen.
Erstellt von der Redaktion Doktor München.
Aktualisiert:
Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung.