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Beschreibung der stufenweisen Entwicklung eines Krebstumors

Beschreibung der stufenweisen Entwicklung eines Krebstumors

Die Ursachen von Krebs sind nicht vollständig geklärt; mit Sicherheit lässt sich nur über Risikofaktoren und die Stadien der Erkrankung sprechen. Die moderne Krebsbehandlung in Deutschland beruht auf einer genauen Stadienbestimmung und berücksichtigt außerdem den Allgemeinzustand, die Tumorart und ihre molekularen Merkmale.

So wird das Stadium bestimmt: das TNM-System

Ärzte beschreiben die Ausbreitung eines Tumors mit der internationalen TNM-Klassifikation: T — Größe und Eindringtiefe des Primärtumors, N — Befall der regionalen Lymphknoten, M — Fernmetastasen. Daraus ergibt sich ein Stadium von 0 bis IV. Die Kriterien sind für jedes Organ verschieden, deshalb können Lungen- und Darmkrebs im „gleichen“ Stadium eine unterschiedliche Prognose haben.

Die wichtigsten Stadien

Das Thema ist ernst, aber es ist besser zu wissen, wie sich ein Tumor entwickelt, als im Unklaren zu bleiben:

Stadium 0 (Carcinoma in situ). Die Tumorzellen befinden sich nur in der Schleimhaut (dem Epithel), in der sie entstanden sind, und wachsen nicht tiefer ein. Beschwerden gibt es nicht. Eine Behandlung in diesem Stadium führt fast immer zur vollständigen Heilung — genau solche Veränderungen sucht die Früherkennung (z. B. Abstrich am Gebärmutterhals, Darmspiegelung).

Stadium I. Der Tumor ist klein und auf das Organ begrenzt, Lymphknoten sind frei, Metastasen gibt es nicht. Die Entdeckung ist schwierig, weil Beschwerden fehlen, doch bei rechtzeitiger Diagnose und richtiger Behandlung sind die Heilungschancen sehr hoch — meist über 80–90 %.

Stadium II. Der Tumor ist größer oder tiefer in die Organwand und das Umgebungsgewebe eingewachsen; je nach Organ können einzelne Lymphknoten befallen sein. Die Erkrankung ist noch lokal begrenzt und meist heilbar, die Behandlung aber meist kombiniert (Operation plus Chemo- oder Strahlentherapie). Die Prognose schätzt der Arzt individuell ein.

Stadium III. Der Tumor hat auf benachbarte Strukturen übergegriffen und/oder viele regionale Lymphknoten sind befallen, Fernmetastasen bestehen nicht. Die Behandlung ist intensiv — oft wird vor der Operation eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt. Viele Patienten werden in diesem Stadium geheilt.

Stadium IV. Es gibt Fernmetastasen — in Leber, Lunge, Knochen, Gehirn oder anderen Organen. Das ist das schwerste Stadium: Ziel ist meist eine lange Krankheitskontrolle bei guter Lebensqualität. Moderne Medikamente machen viele Krebsarten zu einer chronischen Erkrankung, bei manchen (z. B. einzelnen Metastasen bei Darmkrebs oder bei Hodenkrebs) ist auch eine Heilung möglich.

Wie schnell wächst ein Tumor?

Das ist sehr unterschiedlich: Manche Tumoren (z. B. viele Prostatakarzinome) entwickeln sich über Jahre, andere (akute Leukämien, kleinzelliger Lungenkrebs) innerhalb von Wochen. Abwarten ist daher gefährlich: Bei beunruhigenden Beschwerden sollte man sofort zum Arzt gehen. Onkologische Kliniken in Deutschland helfen Patienten in jedem Stadium mit einer umfassenden Behandlung nach internationalen Standards.

Häufige Fragen

Was bedeutet das Krebsstadium?
Das Stadium zeigt, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat: Größe, Lymphknotenbefall und Metastasen (TNM-System). Davon hängen Behandlung und Prognose ab.
Kann sich das Stadium ändern?
Das bei der Diagnose festgelegte Stadium wird in der Regel nicht geändert. Schreitet die Erkrankung fort oder tritt ein Rückfall auf, wird die neue Situation gesondert beschrieben; verkleinert sich ein Tumor nach einer Vorbehandlung, wird auch das dokumentiert.
In welchem Stadium ist Krebs heilbar?
In den Stadien 0–I fast immer, in II–III in den meisten Fällen, im Stadium IV bei einigen Tumorarten. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser das Ergebnis.
Erstellt von der Redaktion Doktor München.
Aktualisiert:
Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung.