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Früherkennung von aggressivem Blasenkrebs. Krankengeschichte

Früherkennung von aggressivem Blasenkrebs. Krankengeschichte

Ein 72-jähriger Patient (Herr M.R.) aus Italien in gutem Allgemeinzustand bemerkte vor fünf Jahren zum ersten und einzigen Mal Blut im Urin und ging zu seinem Hausarzt in Italien. Dieser vermutete lediglich einen Harnwegsinfekt und verordnete Antibiotika.

Doch die Diagnose war falsch – eine rechtzeitige photodynamische Diagnostik rettete dem Patienten das Leben. Der Reihe nach.

Als bei einer Laboruntersuchung erneut Blut gefunden wurde, das mit bloßem Auge nicht sichtbar war, bekam der Patient Angst und stellte sich zwei Wochen später auf Empfehlung von Bekannten bei Dr. Maisse in der Urologie an der Residenz in München vor. Er berichtete über keine Beschwerden beim Wasserlassen und keine Schmerzen. Der aggressive Blasenkrebs tarnte sich als einfache Entzündung, die Symptome waren unauffällig.

Nach der Untersuchung des oberen Harntrakts mit einem modernen digitalen Röntgengerät und Kontrastmittel und weiterer Abklärung führte Dr. Maisse bei dem Patienten eine Blasenspiegelung mit photodynamischer Technik durch.

Bei der Fluoreszenz-Zystoskopie wird die Blase nicht nur im normalen Weißlicht betrachtet: 1–2 Stunden vor der Untersuchung wird über einen Katheter eine lichtempfindliche Substanz (Hexaminolävulinat) in die Blase gegeben.

Diese Substanz reichert sich gezielt im Krebsgewebe der Blase an. Bei der anschließenden Spiegelung leuchten Bereiche mit Krebszellen unter speziellem Blaulicht rot. Bei einer herkömmlichen Spiegelung können sie übersehen oder für gutartig gehalten werden.

Bei einer herkömmlichen Weißlicht-Zystoskopie hätte Dr. Maisse den Blasenkrebs von Herrn M.R. möglicherweise nicht erkannt, mit der photodynamischen Diagnostik dagegen war es einfach, wie die folgenden Bilder zeigen:

Blasenkrebs in der Weißlicht- und Blaulicht-Zystoskopie

Dr. Maisse konnte den Tumor endoskopisch entfernen – der aggressive Krebs war besiegt.

Der Patient muss künftig nur regelmäßig zur endoskopischen Kontrolle. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass Herr M.R. trotz des aggressiven Tumors geheilt werden kann.

Wichtig ist dabei Folgendes:

Wer Blut im Urin bemerkt, sollte unbedingt zum Urologen gehen. Vor allem Raucher haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blasenkrebs.

Blasenkrebs verursacht im Frühstadium in der Regel keine Schmerzen. Wird er nicht früh entdeckt und entfernt, kann der Tumor in die Muskelschicht der Blasenwand einwachsen und lebensbedrohlich werden.

Da kleine Mengen Blut im Urin unbemerkt bleiben, sollten alle Männer und Frauen ab 50 – besonders Raucher – einmal jährlich zur Vorsorge zum Urologen gehen.

Im Rahmen der Vorsorge führt die urologische Praxis von Dr. Maisse spezielle Urinuntersuchungen durch, die selbst Spuren von Blut als erstes Anzeichen von Blasenkrebs nachweisen.

Der Patient in diesem Fall lebt in Italien. Zwei Tage nach der Entfernung des Tumors konnte er die Klinik verlassen. Nach eigenen Worten war Herr M.R. von der Technik der photodynamischen Untersuchung begeistert.

Der Patient hatte eine sehr aggressive Krebsform; wäre der Tumor übersehen worden, wären Prognose und Überlebenschancen schlecht gewesen. Die photodynamische Diagnostik hat die Gefahr rechtzeitig aufgedeckt. Andernfalls hätte im Spätstadium die gesamte Blase entfernt werden müssen – ein sehr invasiver Eingriff mit hohem Risiko für Nebenwirkungen, die die Lebensqualität stark einschränken.

Der Patient konnte seine Blase behalten und kommt in 8 Wochen zur Nachkontrolle zu Dr. Maisse.

Bei Fragen zur Früherkennung und Behandlung von Blasenkrebs können Sie sich jederzeit an die Urologie an der Residenz von Dr. Maisse wenden.

Erstellt von der Redaktion Doktor München.
Aktualisiert:
Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung.