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Behandlung von Morbus Perthes in Deutschland

Morbus Perthes (Legg-Calvé-Perthes-Krankheit) ist eine aseptische Nekrose des Ossifikationskerns des Femurkopfes bei Kindern. Die Erkrankung entsteht durch eine Durchblutungsstörung der Femurepiphyse, führt zur Deformation des Hüftkopfes und früher Koxarthrose. Am häufigsten sind Jungen im Alter von 4–8 Jahren betroffen (Verhältnis m:w = 4:1). Beidseitiger Befall — in 10–15 % der Fälle. In deutschen Kliniken werden präzise Stadieneinteilungsmethoden, Containment-Therapie und innovative MIBRAR®-Therapie zur Stimulation der Knochengeweberegeneration eingesetzt.

Was ist Morbus Perthes

Bei Morbus Perthes ist die Blutversorgung der Epiphyse (Hüftkopf) des Femurs gestört. Die Epiphyse ist der Knochenkern, der bei Kindern noch im Wachstums- und Bildungsprozess steht. Ohne ausreichenden Blutfluss stirbt das Knochengewebe der Epiphyse ab (Nekrose), wird dann allmählich resorbiert und durch neuen Knochen ersetzt (Reossifikation). Der gesamte Zyklus dauert 2–4 Jahre. Das Hauptproblem — während der Fragmentierungsphase deformiert sich der erweichte Hüftkopf unter Belastung. Verliert der Kopf seine sphärische Form, entwickelt sich eine Gelenkknorpelkongruenzstörung → frühe Arthrose im Erwachsenenalter.

Ziel der Behandlung ist die Erhaltung der sphärischen Form des Hüftkopfes durch sein „Containment" in der Hüftpfanne während des gesamten Krankheitszyklus.

Krankheitsstadien

Stadium Bezeichnung Röntgenbild Dauer
I Initialstadium (Nekrose) Verdichtung der Epiphyse, Erweiterung des Gelenkspalts 6 Monate
II Fragmentierung Zerfall der Epiphyse in Fragmente, Aufhellungs- und Verdichtungszonen 8–12 Monate
III Reossifikation Wiederherstellung der Knochenstruktur, Neubildung von Knochen 12–24 Monate
IV Ausheilung (Remodeling) Endgültige Kopfform — von sphärisch bis „pilzförmig" Bis Wachstumsabschluss

Kritische Phase — Stadium II (Fragmentierung). In dieser Phase ist der erweichte Hüftkopf anfällig für Deformation. Alle Behandlungsbemühungen zielen auf die Formerhaltung des Kopfes in dieser Phase.

Ursachen und Risikofaktoren

  1. Durchblutungsstörung der Epiphyse — genaue Ursache unbekannt. Vermutet werden Thrombose oder Vasospasmus der den Hüftkopf versorgenden Gefäße (A. circumflexa femoris medialis).
  2. Vererbung — familiäre Prädisposition in 5–10 % der Fälle.
  3. Konstitutionelle Besonderheiten — Kinder mit Morbus Perthes sind oft kleiner und schlanker als Gleichaltrige. Verzögerung des Knochenalters.
  4. Rauchen der Eltern — Passivrauchen ist mit erhöhtem Risiko verbunden (Mikrozirkulationsstörung).
  5. Hyperaktivität und Verletzungen — wiederholte Mikrotraumen des Hüftgelenks.
  6. Thrombophilie — angeborene Gerinnungsstörungen (Protein-C- und S-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation).

Symptome

  • Hinken — Hauptsymptom! Schmerzloses oder wenig schmerzhaftes Hinken bei einem Kind von 4–8 Jahren — Grund zur Untersuchung.
  • Leisten- oder Knieschmerzen — Hüftschmerzen strahlen oft ins Knie aus. „Knieschmerzen" bei einem Kind — unbedingt das Hüftgelenk untersuchen!
  • Bewegungseinschränkung — verminderte Abduktion und Innenrotation der Hüfte. Adduktorenspasmus.
  • Ermüdung beim Gehen — das Kind möchte getragen werden, verweigert lange Spaziergänge.
  • Beinlängenverkürzung — bei Deformation des Kopfes und „Absacken" des Schenkelhalses.
  • Muskelatrophie von Oberschenkel und Gesäß — auf der betroffenen Seite.

Wichtig: Die Erkrankung entwickelt sich allmählich, ohne Fieber und Infektionszeichen. Hinken > 2 Wochen bei einem Kind — absolute Indikation zur Röntgenaufnahme der Hüftgelenke.

Diagnostik

  1. Klinische Untersuchung — Gangbild (Trendelenburg-Hinken), Bewegungsumfang (verminderte Abduktion und Rotation), Beinlänge, Muskelatrophie.
  2. Röntgen der Hüftgelenke — in AP- und Lauenstein-Projektion. Stadieneinteilung nach Waldenström. Beurteilung von Kopfform, Epiphysenhöhe, Shenton-Linie.
  3. MRT — Frühdiagnostik (vor radiologischen Veränderungen). Visualisierung der Nekrosezone, vitalen Gewebes, Knorpelzustand. Beurteilung des „Head at risk".
  4. Ultraschall — schnelle Methode zum Nachweis eines Hüftgelenkergusses (transitorische Synovitis als Differenzialdiagnose).
  5. Arthrographie — Kontrastuntersuchung der Knorpelkopfform (größer als der knöcherne). Wird vor der Operation zur Containment-Planung durchgeführt.
  6. Laboruntersuchungen — BSG, CRP, Leukozyten — zum Ausschluss einer septischen Koxitis und juvenilen Arthritis.

Klassifikationen

Herring-Klassifikation (Lateral Pillar): Bewertet die Höhe des lateralen Epiphysenpfeilers in der Fragmentierungsphase. Die prognostisch bedeutsamste:

  • Gruppe A — lateraler Pfeiler nicht betroffen. Gute Prognose.
  • Gruppe B — Höhe des lateralen Pfeilers > 50 %. Moderate Prognose.
  • Gruppe B/C — Grenzfall. Erfordert engmaschige Überwachung.
  • Gruppe C — Höhe des lateralen Pfeilers < 50 %. Ungünstige Prognose ohne Behandlung.

Catterall-Klassifikation: bewertet das Ausmaß der Kopfbeteiligung (4 Gruppen). Catterall-Risikozeichen („Head at risk"): laterale Kalzifikation, Horizontalisierung der Wachstumsfuge, Subluxation, metaphysäre Zysten.

Konservative Behandlung

Indiziert bei günstigen Faktoren: Alter < 6 Jahre, Herring-Gruppe A oder B, geringes Ausmaß der Beteiligung:

  • Beobachtung — regelmäßige Röntgenkontrolle alle 3–4 Monate. Bei Herring-Gruppe A bei Kindern < 6 Jahren — gute Prognose ohne aktive Behandlung.
  • Belastungsreduktion — Verminderung der axialen Belastung (Gehstützen), Vermeidung von Springen und Laufen.
  • Containment-Orthesenversorgung — Abduktionsorthesen (Atlanta-Brace, Scottish-Rite-Brace) halten den Hüftkopf in der Pfanne und schützen ihn vor Deformation. Tragedauer 12–18 Monate.
  • Krankengymnastik — Übungen zur Erhaltung des Bewegungsumfangs, Adduktorendehnung, Stärkung der Abduktoren.
  • NSAR — bei Schmerzsyndrom.
  • Traktion — bei ausgeprägtem Muskelspasmus und Subluxation.

MIBRAR®-Therapie

Morbus Perthes gehört zu den Indikationen der MIBRAR®-Technologie (individuelle Beurteilung). Die Methode von Prof. Babayan bietet einen grundlegend neuen Ansatz — Stimulation der Knochengeweberegeneration der Epiphyse mit autologem Material.

MIBRAR® bei Morbus Perthes:

  • Stimulation der Revaskularisation — Wachstumsfaktoren des ARK (autologes regeneratives Konzentrat) stimulieren die Angiogenese — Wiederherstellung der Blutversorgung der Nekrosezone.
  • Beschleunigung der Reossifikation — mesenchymale Stammzellen differenzieren sich in Osteoblasten und beschleunigen die Substitution nekrotischen Knochens durch neuen.
  • Erhaltung der Kopfform — schnellere Reossifikation verringert den Zeitraum, in dem der erweichte Kopf deformationsanfällig ist.
  • Mikroinvasivität — Sono Control Arm™ gewährleistet die präzise Lieferung des ARK in die Nekrosezone durch Punktion (ohne Schnitt), was für den wachsenden Kinderknochen kritisch wichtig ist.

Der Eingriff ist ambulant, ohne Vollnarkose (Sedierung möglich). Es wird ausschließlich autologes Material verwendet — volle Biokompatibilität, keine Nebenwirkungen.

Chirurgische Behandlung

Operation indiziert bei ungünstigen Faktoren: Alter > 8 Jahre, Herring-Gruppe B/C oder C, „Head at risk", Subluxation, Containment-Verlust:

  1. Varisierende intertrochantäre Femurosteotomie — Neigung des Schenkelhalses, die den Kopf tiefer in die Hüftpfanne „einbettet". Häufigste Operation bei Morbus Perthes.
  2. Beckenosteotomie (Salter, Triple) — Rotation der Hüftpfanne für bessere Kopfüberdachung. Indiziert bei Defizit der lateralen Überdachung.
  3. Kombination (Femur + Becken) — bei schweren Fällen mit bilateralem Defizit.
  4. Arthrodiastase — Anlage eines externen Fixateurs mit Gelenkdistraktion. Entlastet den Kopf während der Fragmentierungsphase.
  5. Shelf-Operation — knöchernes „Dach" über dem Hüftkopf für zusätzliche Überdachung.

Behandlungskosten

Leistung Preis, EUR Hinweis
Diagnostik (Röntgen + MRT + Untersuchung) 2.000–3.500 1–2 Tage
MIBRAR®-Therapie auf Anfrage ambulant
Varisierende Femurosteotomie 10.000–18.000 5–7 Tage stationär
Beckenosteotomie (Salter) 12.000–20.000 5–7 Tage stationär

Alle Behandlungspreise in Deutschland.

Kliniken

Deutsche medizinische Einrichtungen, mit denen wir zusammenarbeiten

Klinik WGZM (Mibrar)

10/10
📍München, Deutschland / Jerewan, Armenien

Wirbelsäulen- und Gelenkzentrum — Regenerative Orthopädie

Spezialisiertes Zentrum von Professor Babayan. Behandlung von Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen mit der patentierten MIBRAR®-Technologie — ohne Schnitte, ohne Narkose, ambulant. Mehr als 25.000 erfolgreiche Eingriffe. Das weltweit einzige Zentrum mit dem vollen Spektrum der MIBRAR®-Methoden.
Klinik München — Grosjeanstr. 2, 81925 München
Klinik Jerewan — Nikogayos-Tigranyan-Str., 1. Sackgasse, 8, Jerewan, Armenien

Клиника Харлахинг

9.6/10
📍Sanatoriumspl. 2, 81545 München, Германия

Harlaching Hospital

По версии журнала FOCUS больница входит в число 20 лучших медицинских учреждений Баварии и 100 Германии.

Клиника «Медикал Парк Бад Висзее ам Киршбаумхюгель»

9.6/10
📍Wallbergstraße 7, 83707 Bad Wiessee, Германия

Медицинский центр Medical Park Bad Wiessee это

13 специализированных лечебных центров и 3 амбулатории. Основное отделение работает в Верхней Баварии и находится в одном из самых живописных мест на берегу озера Тегернзее.

Universitätsklinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

9.7/10
📍Deutschland, München

29 spezialisierte Kliniken, 12 Fachinstitute, 50 interdisziplinäre Zentren.

Nach der Berliner Charité ist das Klinikum der Münchner Universität mit dem Campus Innenstadt und Großhadern der größte medizinische Komplex der Maximalversorgung in Deutschland.

Klinikum rechts der Isar der TU München

9.8/10
📍Deutschland, München

Abteilung für Hämatologie und Onkologie

Die Abteilung für Hämatologie und Onkologie bietet das gesamte Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen in diesen Bereichen. Das hochqualifizierte Ärzteteam bietet Patienten eine wirksame Behandlung aller onkologischen Erkrankungen, Blut- und Lymphpathologien (z.B. Leukämie, multiples Myelom).

Städtische Kliniken München

📍München, Deutschland

5 separate Kliniken mit gemeinsamer Leitung

Ein Netzwerk multidisziplinärer Kliniken in fünf Bezirken Münchens. Sie bieten erstklassige medizinische Versorgung. Die städtischen Kliniken sind akademische Lehrkrankenhäuser beider Münchner Universitäten.
Klinik Bogenhausen
Klinik Harlaching
Klinik Neuperlach
Klinik Schwabing
Klinik Thalkirchner

Deutsche Kinderklinik

📍Deutschland, München

Dies ist eine große multidisziplinäre Klinik in München, die ein breites Spektrum an therapeutischen Leistungen in verschiedenen Bereichen der Pädiatrie und verwandten Fachgebieten der Medizin anbietet.

OrthoLiga Orthopädische Kliniken

9.9/10
📍Deutschland

Vereinigung orthopädischer Kliniken

Die Hauptvorteile der OrthoLiga-Kliniken sind: hochqualifizierte Spezialisten, medizinische Versorgung auf Weltniveau, modernste Diagnostik und umfassende Patientenbetreuung.

Vorteile der Behandlung von Morbus Perthes in Deutschland

  • präzise Stadieneinteilung (MRT + Röntgen + Herring-Klassifikation) für die Wahl der optimalen Strategie;
  • MIBRAR®-Therapie — Stimulation der Revaskularisation und Reossifikation mit autologem Material;
  • chirurgische Korrektur in spezialisierten kinderorthopädischen Kliniken Münchens;
  • multidisziplinärer Ansatz: Orthopäde + Pädiater + Physiotherapeut;
  • deutschsprachige Familienbetreuung in allen Phasen.

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