Foraminalstenose ist eine Verengung des Zwischenwirbelloches (Foramen intervertebrale), durch das der Spinalnerv austritt. Im Gegensatz zur zentralen Stenose komprimiert die Foraminalstenose eine bestimmte Nervenwurzel und verursacht Schmerzen, Taubheit und Schwäche in ihrem Innervationsgebiet. Die Erkrankung entwickelt sich am häufigsten in der Lenden- und Halswirbelsäule bei Patienten über 50 Jahren. In Deutschland werden präzise Diagnosemethoden und minimalinvasive Dekompressionstechniken eingesetzt, einschließlich der innovativen MIBRAR®-Therapie.
Was ist Foraminalstenose
Das Zwischenwirbelloch (Foramen) ist ein knöcherner Kanal, der von Wirbelkörpern, Facettengelenk und Bandscheibe begrenzt wird. Durch ihn verlaufen Spinalnerv, Arterie und Venen. Normalerweise beträgt der Foramendurchmesser 8–12 mm und gewährleistet einen freien Nervenverlauf. Bei Verengung auf 4 mm oder weniger wird der Nerv komprimiert — es entsteht ein radikuläres Syndrom (Radikulopathie).
Die Foraminalstenose kann einseitig oder beidseitig sein und eine oder mehrere Ebenen betreffen. Am häufigsten betroffen sind die Ebenen L4–L5, L5–S1 (lumbal) und C5–C6, C6–C7 (zervikal).
Ursachen
Bandscheibendegeneration — Höhenverlust der Bandscheibe führt zum „Absinken" der Wirbel und zur Foramenverengung. Häufigste Ursache.
Facettengelenksarthrose — Facettengelenkhypertrophie mit Osteophytenbildung, die in das Foramen hineinragen.
Bandscheibenvorfall — lateraler oder foraminaler Vorfall komprimiert den Nerv direkt im Foramen.
Spondylolisthesis — Wirbelgleiten deformiert das Foramen.
Ligamentum-flavum-Hypertrophie — Bandverdickung bei degenerativen Prozessen.
Postoperative Narben — Fibrose nach früheren Eingriffen (FBSS).
Symptome
Radikulärer Schmerz — scharfer, einschießender Schmerz entlang des Nervs: ins Bein (lumbal) oder in den Arm (zervikal).
Taubheit und Kribbeln — im Innervationsgebiet der betroffenen Wurzel.
Muskelschwäche — Kraftminderung in Fuß, Unterschenkel (lumbal) oder Hand, Unterarm (zervikal).
Verschlimmerung bei Belastung — Schmerz nimmt beim Gehen, Stehen, Extension und Rotation der Wirbelsäule zu.
Linderung bei Vorwärtsbeugung — Flexion vergrößert den Foramenraum.
Neurogene Claudicatio intermittens — bei lumbaler Stenose: Schwäche und Beinschmerzen beim Gehen, die in Ruhe nachlassen.
Warnsymptome (erfordern Notfallkonsultation): Blasenstörung, Taubheit im Dammbereich, zunehmende Schwäche in beiden Beinen — Zeichen eines Cauda-equina-Syndroms.
Röntgen mit Funktionstests — Nachweis von Instabilität und Spondylolisthesis.
Elektroneuromyographie (ENMG) — objektive Beurteilung des Nervenschädigungsgrades.
Selektive Nervenwurzelblockade — diagnostische Anästhetikainjektion unter Röntgenkontrolle. Bestätigt die Läsionsebene und prognostiziert den Operationserfolg.
Epidurale Injektionen — transforaminale Verabreichung von Kortikosteroid und Anästhetikum unter Röntgenkontrolle. 60–75% Wirksamkeit bei akuter Komponente.
Foraminalstenose ist in der Liste der Indikationen für die MIBRAR®-Technologie enthalten (individuelle Beurteilung). Die Methode von Prof. Babayan zielt darauf ab, die Ursachen der Foramenverengung ohne offene Operation zu beseitigen.
MIBRAR® bei Foraminalstenose:
Bandscheibenregeneration — Wiederherstellung der Bandscheibenhöhe vergrößert den Foramenraum.
Facettengelenkregeneration — Knorpelwiederherstellung reduziert Hypertrophie und Nervdruck.
Nervenwurzelregeneration — neurotrophe Faktoren in ARK fördern die Erholung des geschädigten Nervs.
Entzündungshemmende Wirkung — entzündungshemmende Faktoren in ARK reduzieren Schwellung und Schmerz ohne Kortison.
Der Eingriff wird ambulant unter Sono Control Arm™-Ultraschallführung (0,1 mm Genauigkeit) durchgeführt. Es wird ausschließlich autologes Material verwendet.
Chirurgische Behandlung
Operation ist indiziert bei Versagen der konservativen Behandlung (6–12 Wochen), progressiver neurologischer Symptomatik oder Cauda-equina-Syndrom:
Endoskopische Foraminotomie — Foramenerweiterung durch Endoskop (7 mm). Minimales Trauma, Entlassung am selben Tag. Goldstandard bei isolierter Foraminalstenose.
Mikrochirurgische Foraminotomie — Nervdekompression unter Operationsmikroskop durch minimalen Schnitt (2–3 cm).
Laminektomie + Foraminotomie — bei kombinierter foraminaler und zentraler Stenose.
Wirbelsäulen- und Gelenkzentrum — Regenerative Orthopädie
Spezialisiertes Zentrum von Professor Babayan. Behandlung von Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen mit der patentierten MIBRAR®-Technologie — ohne Schnitte, ohne Narkose, ambulant. Mehr als 25.000 erfolgreiche Eingriffe. Das weltweit einzige Zentrum mit dem vollen Spektrum der MIBRAR®-Methoden.
►Klinik München — Grosjeanstr. 2, 81925 München
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